Der Ehrencodex der Samurai (Die sieben Tugenden)

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Man könnte viel spekulieren was einen richtigen Samurai überhaupt ausmacht, ich denke ohne die vier Dinge ist ein Samurai kein richtiger Samurai.

Erstens sein Schwert, zweitens die sieben Tugenden, drittens die fünf Hauptforderungen und viertens die fünf Regeln. Welche alle zusammen den Ehrencodex der Samurai bilden.

Aber was sind die sieben Tugenden und wie heißen sie ?

Wie schon erwähnt, die Tugenden werden in sieben aufgeteilt und lauten:


1. Gi (義) : Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Rechtlichkeit

Unausweichlich auf dem Weg eines Samurai war die

Aufrichtigkeit als auch Gerechtigkeit.

Wer diese Regel oder Tugend einzuhalten wusste

zählte unter den Samurai als vernünftig.

Während den Kriegszeiten waren Hinterhalte und

Taktische Listigkeit durchaus unter Umständen

geduldet. Die Anständigkeit und Vernunft hatte daher

einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft.

War man sehr rechtschaffend so wurde man auch

gishi genannt was so viel ist wie eine Belobigung als

auch eine Auszeichnung war.


2. Yu (勇) : Mut, der Geist des Wagens und Ertragens

Die Handlungen eines Samurai offenbarten ob er ein

mutiger oder ängstlicher Krieger war. Mut hat viele

Gesichter, aber um Mut in diesem Fall mit dem

passendsten "Gesicht" zu definieren nehmen wir die

Erklärung eines Mannes welcher mit Japan und

Kriegskunst oft in Verbindung gesetzt wird. Konfuzius.

Er sagte:

,, Bemerken,
was nicht recht ist
und es nicht tun,
beweist Mangel an Mut. "

Was unter Umständen auch bedeuten kann, dass

man hierfür sein Leben Leben riskiert oder sogar

opfert. Es kann auch bedeutet das man nur sagt was

man denkt was unter umständen auch genau so

schwer als auch Lebensgefährlich sein kann.

Schnelles handeln mag zwar Vorteile haben zählt

jedoch nicht zu Mut. Dies geschieht oft in

kriegerischen Berufen. (Beispiel 1)

Das erlangen hohen Mutes wurde von jung an

eingeprägt. Dies geschah durch erzieherische

Maßnahmen wie: Abhärten durch Kälte oder

Lebensmittelentzug.


3. Jin (仁) : Menschlichkeit, Güte das Mitempfinden des Elends

Auch wenn ein Samurai sehr militärisch erzogen

wurde, wurde dafür gesorgt das das Liebe, Sympathie

und Mitleid nicht fremd waren.

Die menschliche Seele zählt als nicht lebensfähig

ohne diese Eigenschaften. Mitgefühl gegenüber

unterdrückten und besiegten wurde daher nicht als

Schwäche angesehen.

Die eigenen Gefühle wurden beachtet und zugelassen

als auch die Gefühle der anderen, was ein Fundament

der Höflichkeit bildete.


4. Rei (礼) : Einhaltung der Etikette, Höflichkeit

Klar ist, das Japan durch die Samurai geprägt worden ist.

Was nicht so klar ist, ist das Freundlichkeit und

Zuvorkommenheit dazugehört. Höflichkeit bedeutet

hierbei, wie bei uns, nicht gegen gute Sitten zu

verstoßen. Es ist der Ausdruck vor der Achtung einer

anderen Person. Diesen Ausdruck der Achtung

genossen vor allem Menschen mit einer guten sozialen

Stellung, die ursprünglich als Anerkennung geleistete

Taten galt.

Jeder Mensch also Kinder, Jugendliche und Erwachsene

wurden auf die richtigen Verhaltensregeln geschult.

Beim Essen und Trinken gab es Verhaltensregeln an die

sich jeder zuhalten hatte, welche bis zu den heutigen

Tagen noch gewissen Wert haben.


5. Makoto oder Shin (誠 / 真) : Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Unverfälschtheit

Zweideutigkeit oder die Unwahrheit zu sprechen wurde

bei den Samurai mit Missachtung angesehen.

Das Wort eines Samurai hatte so ein Gewicht, das sowas

wie eine schriftliche Beglaubigung nicht notwendig war.

Eine schriftliche "Belästigung" wurde zudem als

unwürdig angesehen. Es war ein Zeichen der eigenen

Schwäche und eher weniger ein Sündhaftes Verhalten

wenn man gelogen hatte.

Ehrlichkeit war ein Eid an die eigene Ehre.


6. Meiyo (名誉) : Ehre, Ehrbewusstsein

Sehr wichtig war es Ehre und Ruhm zu erlangen.

Das Gefühl der Schande wird von Geburt an eingeprägt

und ist eine Grundlage der Erziehung.

Verhindert wir hierdurch das ein Familien Mitglied

sich selbst oder die Familien Namen beschmutzt.

Wurde die Ehre eines Samurai beschmutzt, gekrängt

oder anzweifelt kann sogar getötet werden.

Wenn jemand um seine Eigene Ehre gebracht wurde

konnte er rituellen Selbstmord (Sepukko, Harakiri)

So bewahrte er seine Ehre.

Selbst Frau und Kind konnten so der eigenen

Schande entfliehen.


7. Chūgi oder Chū (忠義 / 忠) : Loyalität, Pflichtbewusstsein, Treue, Pflicht zur Treue

Diese Tugend galt folgenden Personen gegenüber:

sich selbst, der Familie, seinem Herren und dem Kaiser.

Die letzten beiden nahmen ein besonders großen

Stellenwert ein. Die Treue eines Samurai galt auch für

seine Untertanen bzw. für die personen für die er

verantwortlich war. Aus solch einer Situation konnte

schnell ein innerer Konflikt entstehen. Wie zum Beispiel

die Entscheidung zwischen Vater und seinem eigenen

Herren.


Gab es zwischen




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